Was ist wirklich wichtig?  Einkehrtag mit P. Jürgen Heite

23. April 2022
Geistliches Zentrum Kohlhagen
Die 21 Teilnehmer*innen des Einkehrtages hatten Gelegenheit, sich bewusst der Frage zu nähern, was ihnen in der Zeit der Corona-Pandemie wichtig wurde - in ihrem Alltag, Im Umgang mit anderen, mit der Umwelt und für sich selber.

Inzwischen nervt sie – die Corona-Pandemie. Seit über zwei Jahren müssen wir mit Covid-19 leben und entsprechend vorsichtig sein. Die schlimmste Zeit scheint vorüber zu sein, zumindest gibt es keine strengen Verordnungen und Vorschriften mehr und es wird sehr wahrscheinlich auch keinen Lockdown mehr geben. Aber haben wir aus dem, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, etwas gelernt? Haben wir diese Zeit evaluiert und die richtigen Schlüsse daraus gezogen?

Diese Fragen hat P. Jürgen Heite den Teilnehmer*innen des Einkehrtages zum Nachdenken gegeben. Sind uns in dieser Zeit nicht auch neue Einsichten geschenkt worden? „Wenn eine Krise wirklich fruchtbar sein soll, dann muss man sich fragen, was man daraus mitnehmen oder lernen kann“, so Pater Heite. Eine Krise sei immer auch eine spirituelle Herausforderung, die man deuten müsse und die nach Antworten suche.

So sei z. B. eine Quarantäne eine verordnete Unterbrechung auf Zeit, ein freiwilliger Rückzug, wie auch die Religion selbst schon eine Unterbrechung des Alltäglichen, des Gewohnten sei.

Vielleicht habe die Pandemie auch dazu geführt, dass wir unseren Lebensstil – zumindest etwas – verändern. Stichworte dazu seien Einfachheit, einen Gang runterschalten, Stille, Alleinsein. Aber auch Verbundenheit, Vertrauen, der schonende Umgang mit Ressourcen und die Bewahrung der Schöpfung. Was davon betrifft mich? Wo habe ich ganz persönlich dazu gelernt? Und was betrifft alle?

Dieser Einkehrtag hat viele Fragen angestoßen, aber es gab auch einige Antworten. Ein einfaches „Weiter so …“ dürfe es jedenfalls nicht geben. Darin waren sich alle einig.

Am Ende dieses nachdenklich stimmenden Tages feierten die Teilnehmer*innen zusammen mit Pater Heite in diesem Anliegen einen gemeinsamen Gottesdienst.