Glaube und Kirche  wie geht das zusammen?

19. März 2022
Geistliches Zentrum Kohlhagen
Der Kirchenverein St. Matthias aus Netphen-Deuz war zu Gast im Geistlichen Zentrum Kohlhagen: Heute glauben und als Christ*in leben - wie geht das?

Wie kann man heute überzeugend und glaubwürdig christlich leben? Wie sieht sie aus – unsere Lebens- und Glaubenssituation? Und wie geht es uns mit dem Zustand der Kirche? Wie erlebe ich Kirche?  

Mit diesen Fragen haben sich am heutigen Samstag, 19. März, 19 Personen aus Netphen-Deuz, die mit dem Kirchenverein St. Matthias angereist waren, beschäftigt. Nach zwei Impulsen von Pater Siegfried Modenbach jeweils zu Beginn des Vormittags und des Nachmittags wurden diese Fragen, aber auch die konkrete Situation der Kirchengemeinde vor Ort ins Visier genommen und lebhaft diskutiert.

Dabei wurde im Laufe des Tages allen klar: Kirche ist viel mehr als das, was wir momentan als Großwetterlage in der Kirche erleben – Stichworte: Aufarbeitung des Missbrauchsskandals und die Kontroversen rund um den Synodalen Weg. Kirche ist auch mehr als das, was wir vor Ort erleben – oder eben auch leider nicht (mehr) erleben. Wir alle sind Kirche, und wir alle sind verantwortlich für das, was in der Kirche geschieht oder eben nicht geschieht. Deshalb waren sich die Teilnehmenden am Ende des Tages auch einig: Wichtig ist vor allem, dass wir als überzeugte Christen, die Kirche (mit-)gestalten wollen mit Glaubenskraft, mit Mut, mit Überzeugung und Selbstbewusstsein auftreten – und nicht austreten!

Ja. auftreten statt austreten! Ein gutes Motto für alle, die nicht so schnell resignieren wollen. Überlassen wir das Feld nicht denen, die sagen: Es muss in der Kirche alles so bleiben, wie es ist. Kirche ist immer in Bewegung. Kirche ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Sie muss die Zeichen der Zeit erkennen und die Menschen in ihrer jeweiligen Lebens- und Glaubenssituation ernst- und annehmen.

Der Einkehrtag wurde von den 19 Frauen und Männern aus dem Netphener Land als gemeinschaftsstiftend, Mut machend und wohltuend empfunden. Am Ende stand die gemeinsame Eucharistiefeier zum 3. Fastensonntag. Gutgelaunt und guten Mutes ging´s dann wieder nach Hause. Und viele sagten beim Abschied: „Wir kommen gerne wieder!“