Viele Christinnen und Christen sind mit Schuldgefühlen und großen Unsicherheiten in Bezug auf ihre Sexualität aufgewachsen. Der Grund dafür liegt in einer jahrhundertelangen Vorgeschichte des Christentums mit seinen Einseitigkeiten, Abwertungen und Tabuisierungen. Deshalb wäre es wichtig, eine religiöse Sprachfähigkeit über Sexualität neu zu gewinnen. Dazu muss man aber auch die Erkenntnisse aus Medizin und Psychologie ernst nehmen, denn ein christliches Menschenbild und die Sexualmoral darf Einsichten der Humanwissenschaften nicht ignorieren.
Darüber hinaus brauchen wir eine andere Beziehungsethik. Das Geheimnis Gottes erschließt sich nämlich nicht nur im denkerischen Bemühen, sondern vor allem in den existenziellen Erfahrungen von Liebe, Treue und Angenommen-Sein.
Darüber spricht der Pallottiner, P. Siegfried Modenbach. Im Anschluss werden wir mit ihm und miteinander ins Gespräch kommen. Dazu laden wir Sie herzlich ein!
P. Siegfried Modenbach, Jahrgang 1962, Theologe und Sozialpädagoge, gehört seit 1992 der Gemeinschaft der Pallottiner (Gesellschaft vom Katholischen Apostolat) an. Von September 2005 bis September 2007 war er Theologischer Leiter des Forums Vinzenz Pallotti an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV). Gleichzeitg war er von 2002 bis 2007 Regens an der PTHV – und damit verantwortlich für die Ausbildung der Pallottiner-Studenten. Von Oktober 2007 bis Juni 2019 leitete er zusammen mit P. Jürgen Heite das Katholische Forum in Dortmund. Seit Juli 2019 sind beide gemeinsam verantwortlich für die Seelsorge an der Pfarr- und Wallfahrtskirche Kohlhagen; seit 2021 leiten sie an diesem altehrwürdigen Wallfahrtsort das Geistlichen Zentrum des Erzbistums Paderborn.