Die Oper: Leben und Denken sichtbar machen
Welchen Sinn hat Kunst? Warum machen wir Oper? Und warum ist das alles oft so übertrieben dramatisch?
Die meisten dargestellten Situationen und Konflikte sind gar nicht so weit weg von unserem Leben, wie wir zunächst denken mögen, wenn wir sie auf den Kern herunterbrechen. Eine Operninszenierung legt eine Schablone über einen gut bekannten menschlichen Konflikt und zeigt uns mithilfe dieser Schablone ein Beispiel auf, das uns inspirieren kann.
Auf der Bühne werden die inneren Denkprozesse der Menschen ein Stück weit sichtbar gemacht. Wie gehen starke Charaktere wie Carmen mit ihren dramatischen Schicksalen um? Was veranlasst einen Cherubino dazu, seine Liebe in ein Lied zu verpacken? Und warum singt die Figur überhaupt in dieser Situation? Vielleicht weil Worte nicht ausreichen, um ihre Gefühle auszudrücken?
Sinn und Unsinn
Im Verlauf des Abends werden Sie Opernfiguren kennenlernen, die den Sinn des Lebens hinterfragen, einen Sinneswandel durchleben oder auch als „nicht ganz bei Sinnen“ wahrgenommen werden könnten. Dabei kann auch im scheinbaren Unsinn ein versteckter größerer Sinn liegen.
Kunst darf zum Nachdenken anregen
Doch anstatt Ihnen lediglich einen Hörgenuss darzubieten und Ihnen in einer langen Moderation zu diktieren, was Sie von den einzelnen Stücken zu halten haben, sind Sie aufgerufen, das Gesehene zu reflektieren und sich mithilfe einer kurzen inhaltlichen Anregung im Programmheft selbst eine stille Meinung zu bilden.
Menschliche Entscheidungen dürfen hinterfragt werden. Kunst ist nicht einfach nur schön, sondern darf zum Nachdenken anregen.
Letztendlich berührt uns eine Figur am meisten, wenn wir sie in ihrer Situation verstehen und uns sogar ein Stück weit mit ihr identifizieren können.
Halbszenische Fassung
Das bunte Programm bestehend aus Opernarien, Liedern und Chansons wird in einer halbszenischen Fassung dargeboten, beinhaltet alle Stilepochen und sechs Sprachen.
Eintritt frei, aber Spende erbeten
Mit Unterstützung der Sitftung „Sammlung Wulff“ ist der Eintritt an diesem Abend frei. Über eine großzügige Spende freuen wir uns sehr! Wir bedanken uns schon jetzt bei Ihnen und wünschen Ihnen einen unterhaltsamen und spannenden Abend! Viel Vergnügen!
Madeleine Shari Wulff ist Studentin an der Theaterakademie „August Everding“ in München und auch im Sauerland bekannt für ihre ausdrucksstarken Interpretationen auf der Bühne, u.a. bei der von Michael Nathen dirigierten „Night of Sounds“.
Im Jahr 2002 gründete Michael Nathen die Junge Philharmonie Lennestadt. Internationale Erfahrung sammelte er mit Auftritten in den USA, Kanada, Südafrika, Irland und Island.