16.08.2026
Geistliches Zentrum Kohlhagen

„Das Leben hat das letzte Wort!“ Berggottesdienst zu Mariä Himmelfahrt

Auch in diesem Jahr wurde auf dem Kohlhagen - bereits zum sechsten Mal - ein Berggottesdienst zum Hochfest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Über 150 Gottesdienstbesucher waren gekommen.

Pünktlich zum Berggottesdienst spielte das Wetter mit. Es war nicht mehr so heiß wie an den Tagen vorher. Bei 20° Celsius feierten die Besucher einen erfrischenden Gottesdienst mit herrlicher Aussicht.

Auf der oberen Wiese zwischen Wallfahrtskirche und Gut Ahe hatten sie sich eingefunden. Und es waren wieder viele dabei, die eine längere Anfahrt hinter sich hatten – manche kamen sogar zu Fuß von Kirchhundem, von Albaum oder von Würdinghausen.

 

Segnung der Kräutersträuße

Auch in diesem Jahr hatten die Frauen der Frauengemeinschaft Kohlhagen wieder bunte Kräutersträuße zusammengebunden. Diese wurden in großen Körben vor dem Altar bereitgestellt.

Pater Siegfried Modenbach segnete die Kräuterbüsche zu Beginn des Gottesdienstes. Gegen eine Spende für den Blumenschmuck in den örtlichen Dorfkapellen (Wirme und Brachthausen) und in der Wallfahrtskirche Kohlhagen konnten die Sträuße nach dem Gottesdienst mit nach Hause genommen werden.

 

Maria ist wie ein Wegweiser: Sie stellt sich nicht selbst in den Mittelpunkt

In seiner Predigt betonte Pater Siegfried Modenbach, dass Mariä Himmelfahrt ein Fest der Hoffnung sei. Was Gott liebt, lasse er nicht im Grab zurück. Die Botschaft des Tages laute: Das Leben habe das letzte Wort, nicht der Tod. Maria sei dafür das erste große Zeichen. Nicht, weil sie etwas Besonderes geleistet hätte, sondern weil Gott Großes an ihr getan habe.

Pater Modenbach sagte wörtlich: „Maria stellt sich nicht selbst in den Mittelpunkt, sondern Gott. Darum singt sie: „Meine Seele preist die Größe des Herrn.“ Und nicht: „Schaut alle auf mich! – Welche Ehre!“ Sondern sie sagt: „Schaut auf ihn!“ Vielleicht brauchen wir genau das heute wieder: Eine Kirche, die weniger über sich selbst spricht und mehr über Jesus Christus und den Vater im Himmel. Eine Kirche, die den Menschen Hoffnung bringt. Keine Schlagzeilen. Keine Machtkämpfe. Keine ständige Selbstbeschäftigung, kein dauerndes Sich-um-sich-selbst-Drehen! Maria zeigt uns den Weg. Sie ist wie ein Wegweiser. Ein Wegweiser ist nie das Ziel. Aber ohne Wegweiser findet man das Ziel nicht.“

 

Dank für die Vorbereitung und die Unterstützung

Der feierliche Gottesdienst in freier Natur wurde von einem Ensemble des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Brachthausen mitgestaltet. Pater Modenbach dankte am Ende des Gottesdienstes den Musikerinnen und Musikern und allen Helferinnen und Helfern für die Vorbereitung.

Ein herzlicher Dank ging auch an die Frauengemeinschaft für das Binden der Kräutersträuße und an das Ensemble des Musikzuges unter der Leitung von Ludwig Hellenthal.