Wie können wir von Gott und mit Gott sprechen – mit Worten, die keine Staubschichten tragen, aber auch nicht banal sind? Auch eine Glaubens-Muttersprache braucht Pflege, um mehr zu sein als eine ferne Erinnerung. So entwickelt Annette Jantzen insbesondere aus der biblischen Tradition der Psalmen heraus eine Sprache auf Gott hin, die heutig und schön ist und in der Gott mehr sein darf als „Herr“.
Dabei geht es der Autorin um eine Sprache, die männlich dominierte Engführungen überwindet und überkommene Bilder hinter sich lässt; eine Sprache, die Eindeutigkeiten aufbricht und Gottesvorstellungen weitet; eine Sprache, die sucht, anstatt zu behaupten.
Annette Jantzen, Dr. theol., ist Kirchenhistorikerin, Pastoralreferentin, Autorin und Mutter. Sie studierte katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg und schrieb ihre Promotionsschrift über Priester im Ersten Weltkrieg. Mit ihrer Beauftragung als Frauenseelsorgerin im Jahr 2019 startete sie den Blog www.gotteswort-weiblich.de, den sie auch nach ihrem Ausscheiden aus dem kirchlichen Dienst weiterführt.
Annette Jantzen bezeichnet sich selbst als Herzblut-Theologin; sie steht für eine Theologie, die Freiheitsräume öffnet: feministisch, solidarisch, poetisch.
Für die abendliche Lesung mit Annette Jantzen ist keine Anmeldung erforderlich.